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 Moderiert von: Eric Cartman


 Thema: Suche Wohnung in Hamburg ( Irgendwelche Tipps? )
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AndRaw

AUP AndRaw 18.11.2014
Entweder so, dass es nur unwesentliche Unterschiede in der Gewaltrate gibt, wenn man mal von der Reeperbahn am WE absieht, oder so, wie du es wohl grade verstehst. Augenzwinkern
17.04.2011 1:33:35 Zum letzten Beitrag
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tico

donald39
Das kannst du nicht per se am Stadtteil festmachen. Am Wochenende ist halt die Reeperbahn - aufgrund der Vielzahl an Leuten und dem allgemeinen Alkoholspiegel - "gefährlicher".

Ansonten ist es so gefährlich wie in jeder anderen größeren deutschen Stadt.
17.04.2011 4:23:40 Zum letzten Beitrag
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KarlsonvomDach

kalle
...
 
Zitat von Toppi

äh.. hmm..

ist der wohnungsmarkt in hamburg echt so aussichtslos? vor allem, wenn man nur für ein halbes jahr einziehen will? 400-500¤ für einige wenige qm mit ner dusche und ner pantryküche würden mir ja schon reichen, aber ich will bei gott nicht in irgendwelche ghetto-stadtteile...

eimsbüttel wäre mein ziel, aber irgendwie :/



Ist wirklich Scheiße, Hamburg gehört zu den drei schwersten Wohnungsmärkten in der BRD.

Wobei ich festgestellt habe, dass man schon Möglichkeiten hat, wenn man sich ordentlich reinhängt.

Ich suche zwar schon seit Langem, bin aber erst seit Ende Januar 2011 wirklich am Ball. Mit Glück habe ich zum 01.05.2011 eine Wohnung nähe Reeperbahn, zu einem Preis, der halbwegs ok ist. Die Wohnung hat zwar einen Pferdefuß(Verkehrslärm, weil dicht an einer viel befahrenen, großen Straße), aber bei geschlossenen Fenstern geht es und in zentraler Lage ist es in Hamburg eigentlich immer ziemlich laut. Außerdem hätte ich einen geilen Ausblick zum Hafen und das Badezimmer wurde komplett saniert (inkl. des Gebäudekomplexes).

Ich suche übrigens nicht auf dem freien Markt (ist mir zu würdelos, zusammen mit 80 anderen Bewerbern einen Makler vollzuschleimen), sondern lediglich bei der SAGA und den Genossenschaften. Und seit ich im Januar 2011 meine Wohnungssuche intensiviert habe, gab's dann doch ein paar wenige Wohnungen, die mich interessiert haben und die ich mir anschauen konnte. Wobei ich erwähnen muss, dass ich auch keine Kompromisse bei den Stadtteilen mache. Ich will Altona-Altstadt, St. Pauli, Neustadt, Altstadt oder St. Georg, Sternschanze, sonst nichts.

Bei Gefallen ist es halt dann noch die Frage, ob du dich gegen die anderen Bewerber durchsetzen kannst. Aber bei der SAGA und den Genossenschaften hast du in der Regel nicht so viele Mitbewerber wie auf dem freien Markt, da sie schon vorher sortieren.

Naja, ich hoffe mal, dass es jetzt mit der Wohnung klappt.

Bloß für ein halbes Jahr Zwischenstation in HH würde ich mir eine WG suchen. Weil gerade die kleinen 1-Zimmer-Wohnungen in guter Lage für gut 400 Euro, kriegst du so gut wie gar nicht (es gibt sie zwar, aber die gehen alle unter der Hand weg und meistens werden sie nur zum Tausch angeboten).

Letzte Woche war zufällig mal eine Genossenschaftswohnung mit 32 qm für 410 Euro Brutto im Schanzenviertel drin, aber das war bisher erst die zweite coole Wohnung, die ich bisher von Genossenschaften öffentlich augeschrieben gesehen habe, seit ich überhaupt suche (1,5 Jahre). In der Regel gibt's das nicht. Für die Wohnungsbesichtigung werden auch ein Kilometer Leute angestanden haben, da es ein Sammeltermin (Massentermin) war.

Aber wenn du eh nur für kurze Zeit was suchst, sind deine Chancen eigentlich recht gut, wenn du im Internet schaust. Da gibt's häufig Angebote für kleine zentrale Wohnungen zur Zwischenmiete. In Hamburg gibt halt niemand mehr seine Wohnung für ein Jahr im Ausland auf, sondern vermietet zwischen.
[Dieser Beitrag wurde 7 mal editiert; zum letzten Mal von KarlsonvomDach am 19.04.2011 22:09]
19.04.2011 12:04:31 Zum letzten Beitrag
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KarlsonvomDach

kalle
...
Yeah,

ich krieg die Wohnung. Endlich ein Obdach.
[Dieser Beitrag wurde 3 mal editiert; zum letzten Mal von KarlsonvomDach am 03.05.2011 16:36]
19.04.2011 16:01:34 Zum letzten Beitrag
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AndRaw

AUP AndRaw 18.11.2014
Welche Genossenschaft?
19.04.2011 16:43:35 Zum letzten Beitrag
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KarlsonvomDach

kalle
...
 
Zitat von AndRaw

Welche Genossenschaft?



.
[Dieser Beitrag wurde 4 mal editiert; zum letzten Mal von KarlsonvomDach am 12.05.2011 13:00]
19.04.2011 22:01:50 Zum letzten Beitrag
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KarlsonvomDach

kalle
...
Na super, jetzt hab ich den Vertrag unterschrieben, Kaution bezahlt und wollte alles für den Umzug vorbereiten und jetzt steht durch den Hinweis eines Freundes der Verdacht im Raum, dass mindestens zwei Zimmer in der Wohnung mit asbesthaltigen Materialien ausgelegt sind. Und je länger ich google, desto mehr sieht es danach aus, dass mein Kumpel recht hat. Und da das Zeug vermutlich "nur" schwerflüchtig ist, könnte ich das vermutlich nicht einmal als Problem anführen, um ohne Unkosten aus dem Mietverhältnis wieder auszutreten.

Alte Wohnung habe ich natürlich schon gekündigt...
[Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert; zum letzten Mal von KarlsonvomDach am 23.04.2011 20:02]
23.04.2011 20:02:09 Zum letzten Beitrag
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fatal-x

AUP fatal-x 14.12.2009
bitter traurig
23.04.2011 21:25:48 Zum letzten Beitrag
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Toppi

Toppi2
shit, kalle, drück dir die Daumen, dass er unrecht hat.

Danke für deine ausgiebigen Erfahrungen, ich werds wohl wirklich bei ner WG versuchen und dann da halt irgendwo für das halbe Jahr auf kleiner Fläche wohnen, so lang ist´s ja auch nicht.

Krass, wie sich Städte bei sowas unterscheiden.
23.04.2011 21:31:58 Zum letzten Beitrag
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KarlsonvomDach

kalle
...
 
Zitat von Toppi

shit, kalle, drück dir die Daumen, dass er unrecht hat.




Dafür, dass er recht hat, spricht, dass die Fliesen genauso aussehen, wie im Internet gefunden und als asbesthaltiges Material deklariert. Auch das Baujahr fällt unter die typische Asbestzeit.

Außerdem habe ich gelesen, dass viele Bodenverleger, Maler etc. nicht mit Asbest rechnen und diesbezüglich wenig Bewusstsein haben, weil das Zeug seit 1993 als Baustoff verboten ist und nur noch bei den alten Hasen präsent ist. Darum werden wohl auch heutzutage von vielen Sanierungsprofis unwissend asbesthaltige Materialien einfach herausgerissen, ohne die gesetzlich vorgeschriebenen Sicherheitsbestimmungen, die bei Asbest enorm sind, einzuhalten. Darum kann es natürlich sein, dass sich bisher niemand wirklich Gedanken um die Böden in der Wohnung gemacht hat.


Dafür, dass er unrecht hat, spricht, dass sich in jedem der drei Gebäude jeweils knapp 50 Wohnungen befinden und ich es mir irgendwie nicht ganz vorstellen kann, dass bei knapp 150 Wohneinheiten, bei denen ja auch öfter mal ein anderer Mieter einzieht, in all den Jahren nicht einer vor mir war, der sich über Wohnungsschadstoffe Gedanken gemacht und sich mit einer möglichen Asbestbelastung auseinandergesetzt hat. Außerdem sieht der Boden noch recht neu aus, aber das kann ja auch bei einem Boden der Fall sein, der 40 Jahre unter einem anderen Belag lag.

Eventuell ist ja alles mal saniert worden. Zumindest habe ich Bilder der Gebäude von 1999 gesehen, auf denen die Außenfassade noch eine andere Farbe hatte. Aber gut, vielleicht gab es auch nur einen neuen Anstrich und in den Wohnungen ist nichts passiert.

Auf jeden Fall spricht gegen einen durchgeführten Austausch von PVC-Asbest-Fliesen, dass die Fliesen in meiner Wohnung von der Musterung genauso aussehen, wie die PVC-Asbest-Fliesen. Ich kann mir kaum vorstellen, dass man zig Jahre später das gleiche Muster bei Bodenplatten verbaut. Daher werden es wohl wirklich PVC-Asbest-Fliesen sein...

Zum Kotzen. Die Ostertage wollte ich eigentlich genießen statt mich zu frusten. Donnerstag hätte ich noch Bäume ausreißen können vor Freude.
Toll ist natürlich auch, dass sich der Vermieter in Hamburg zwei mal überlegen wird, einem Mieter wie mir, der Aufwand verursacht, in Zukunft eine Wohnung zuzusprechen.

Hoffentlich ist mein aktueller Vermieter in Bremen so kulant, den Widerruf meiner Kündigung zu akzeptieren, wenn sich das mit dem Asbest bestätigen sollte. Ansonsten hab ich nicht nur einen Haufen Kohle in den Wind geschossen, sondern auch noch meine Bude in Bremen.

Morgen treff ich mich mit einem Handwerker, der davon ein bisschen Ahnung hat und sich den Boden ansieht. Der kann zwar auch nicht zu hundert Prozent sagen, ob der Boden Asbest enthält, aber der kann sicher eine bessere Einschätzung vornehmen als ich.
[Dieser Beitrag wurde 3 mal editiert; zum letzten Mal von KarlsonvomDach am 23.04.2011 23:33]
23.04.2011 23:24:26 Zum letzten Beitrag
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Toppi

Toppi2
Gibts da einschlägige Informationsseiten? Ich hab ja jetzt auch schon ein paar Wohnungswechsel hinter und noch ein paar vor mir und wenn man da schon so Detektivarbeit leisten muss...
23.04.2011 23:35:20 Zum letzten Beitrag
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KarlsonvomDach

kalle
...
 
Zitat von Toppi

Gibts da einschlägige Informationsseiten?



Zu was genau?
23.04.2011 23:52:28 Zum letzten Beitrag
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Toppi

Toppi2
 
Zitat von KarlsonvomDach

 
Zitat von Toppi

Gibts da einschlägige Informationsseiten?



Zu was genau?



Zu den Infos über Hinweise auf möglichen Asbestverbau. Ihr vermutet das ja anhand der verbauten Fliesen, auf die Idee wär ich garnicht erst gekommen. Dachte, da gibts vielleicht noch ein paar Tricks, anhand derer man ne mögliche Belastung feststellen kann.
24.04.2011 11:24:27 Zum letzten Beitrag
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KarlsonvomDach

kalle
...
Naja, Asbest wurde z. B. auch gern für Fensterbänke genutzt, die dann eine gewisse Struktur ausweisen. Daran könnte man dann auch Rückschlüsse ziehen.

Die als PDF bereitgestellte Studie auf der Seite ist z. B. ganz interessant, wenn man etwas in die Thematik einsteigen will.

http://www.bmlfuw.gv.at/article/articleview/29605/1/6940


Der Handwerker, mit dem ich mich heute getroffen habe, meinte im Übrigen, dass das vermutlich Linoleum-Fliesen sind. Aber der kann auch nur vermuten.

Letztlich muss ich vom Vermieter wissen, ob der Boden nach 1993 erneuert wurde. Ist das der Fall, dann ist Asbest ohne größere Nachforschungen ziemlich sicher auzuschließen, da das Zeug ab 1993 als Bausubstanz verboten war.

Etwas beruhigter bin ich, dass das Muster und die Farbe der Fliesen in der Wohnung doch nicht identisch mit dem aus dem Internet waren. Hatte die Fliesen etwas anders in Erinnerung. Aber gut, dass heisst ja noch nichts. Grundsätzlich sollen Linoleum-Fliesen wohl kaum von Floor-Flex-Platten zu unterscheiden sein. D. h., wenn mein Vermieter es nicht sicher sagen kann, muss ich eine Probe nehmen und ins Labor schicken lassen.

Ich hoffe aber inständig, dass das Ganze nur blinder Alarm ist. Ungeachtet der Kündigung, der verblasenen Kohle etc. wäre das Schlimmste an der Sache nämlich eigentlich, dass ich dann immer noch auf Wohnungssuche wäre und ich einfach die Schnauze gestrichen voll davon habe.
24.04.2011 21:23:47 Zum letzten Beitrag
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KarlsonvomDach

kalle
...
.
[Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert; zum letzten Mal von KarlsonvomDach am 03.05.2011 16:37]
26.04.2011 9:03:33 Zum letzten Beitrag
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Toppi

Toppi2
danke für die tipps!

eine sache mehr, auf die ich jetzt aufpassen werde.. bei meiner vorletzten wohnung bin ich schön in die schimmelfalle gerannt..

haste das vorhaben jetzt komplett gecancelled?
26.04.2011 9:21:49 Zum letzten Beitrag
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KarlsonvomDach

kalle
...
 
Zitat von Toppi


haste das vorhaben jetzt komplett gecancelled?


.
[Dieser Beitrag wurde 5 mal editiert; zum letzten Mal von KarlsonvomDach am 03.05.2011 16:37]
26.04.2011 10:14:07 Zum letzten Beitrag
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Toppi

Toppi2
Kann ich verstehen, wär für mich auch ein No-Go.
Allein schon, weil ich ständig dran denken würde...

drück dir die Daumen.
26.04.2011 10:26:00 Zum letzten Beitrag
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AndRaw

AUP AndRaw 18.11.2014
Asbest ist wirklich ein Teufelszeugs. Wir hatten damals in der Grundschule 2 Wochen länger Ferien, weil in sämtlichen Gebäuden die komplette Dämmung rausgerissen und erneuert werden musste.
26.04.2011 10:34:44 Zum letzten Beitrag
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Toppi

Toppi2
Ich frag mich immer, ob das dann auch wirklich ordentlich gemacht wird. Meine Sorge wär, dass das rausreißen erstmal soviel aufwirbelt, dass es vermutlich weniger schlimm wäre, den Kram erstmal in den Wänden zu lassen.

Bei uns gibts auch ein paar Hochschulgebäude mit Asbest, wo es auch erst aufgefallen ist, nachdem sie mal ne komplette Etage renoviert haben.. auf der wir auch teilweise unterwegs waren
26.04.2011 10:37:12 Zum letzten Beitrag
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KarlsonvomDach

kalle
...
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[Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert; zum letzten Mal von KarlsonvomDach am 04.05.2011 12:16]
26.04.2011 11:29:27 Zum letzten Beitrag
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KarlsonvomDach

kalle
...
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[Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert; zum letzten Mal von KarlsonvomDach am 04.05.2011 12:16]
26.04.2011 11:35:49 Zum letzten Beitrag
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KarlsonvomDach

kalle
...
Ich habe heute mit einem Sachverständigen gesprochen, von dem ich eventuell demnächst Proben entnehmen lassen will. Der scheint das Ganze recht locker zu sehen, von wegen alles halb so schlimm und eigentlich ungefährlich, weil fest gebunden. Auch die Untersuchung zur Faserfreisetzung bei normaler Beansprchuung der Platten, die bei Wikipedia zu finden ist, sei übertrieben. Er meinte sogar, ich könne eine Probe selbst entnehmen. Irgendwie passte seinen Reaktion zu denen, die bei Wikipedia beschrieben werden:


Wegen des nahezu vollständigen Rückganges der Verlegung solcher Beläge zu Beginn der 1980er Jahre haben sogar die Beschäftigten in den einschlägig betroffenen Berufsgruppen praktisch nur dann Kenntnis davon, wenn sie bereits etwa 20 Jahre oder länger einschlägig berufstätig sind.

Ein weiterer Einflussfaktor für die derzeitige Entfernungspraxis liegt durchaus auch darin, dass viele Betroffene von den Kosten einer ordnungsgemäßen Entfernung abgeschreckt werden und häufig das Risiko einer Gesundheitsbeeinträchtigung als geringeres Übel in Kauf nehmen, zumal allfällige Folgen aufgrund der langen Inkubationszeit nicht annähernd unmittelbar in Erscheinung treten.

Die im Wesentlichen zur Anwendung kommenden Entfernungsmethoden bestehen entweder

* in einer konventionellen Entfernung solcher Beläge ohne irgendwelche persönlichen Schutzmaßnahmen, häufig im Zuge des Ersatzes eines alten und/oder schadhaften Belages, oder
* in einer Asbestentfernung unter Einhaltung aller dafür vorgeschriebenen Vorkehrungen, wobei oft Erleichterungen unter bestimmten Bedingungen und im Ermessen des Entsorgers zur Anwendung kommen.

Der Regelfall wird gemeinhin die konventionelle Entfernung sein.

Dem Ergebnis der Studie "Entsorgung von asbesthaltigen Boden- und Wandbelägen" vom österreichischen Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft zufolge wurde bei der Befragung von 20 Bodenlegerbetrieben festgestellt, dass

* 15 Befragte vollkommen unkundig waren und noch nie etwas über Asbest in Bodenbelägen gehört haben wollten,
* 3 Befragte zwar schon davon gehört haben, sich jedoch nicht weiter darum kümmern,
* 1 Befragter über die gegebene Asbestproblematik zwar sehr konkret bescheid wusste, den Anfrager jedoch beschwichtigen und eine sachgerechte Entfernung unter Hinweis auf die Kosten ausreden wollte und
* 1 Befragter schließlich die einzig korrekte Reaktion zeigte, indem er den Anfrager an ein Fachunternehmen für Asbestentsorgung verwies, bevor er den neuen Belag verlegen wollte.


Obwohl es sich dabei nicht um eine wissenschaftlich fundierte Meinungsumfrage gehandelt hat, dürfte dennoch die Realität relativ gut wiedergegeben worden sein.

Es ist zu befürchten, dass viele jener Bodenleger, welche mit CV-Belägen noch selbst gearbeitet haben, möglicherweise nicht die angemessene Sensibilität besitzen oder dieses Problem aufgrund eines vielleicht verständlichen Selbstschutzmechanismus nicht wahrhaben wollen. Hingegen ist die jüngere Generation mit diesem Material vielleicht gar nicht mehr in Kontakt gekommen und könnte aus diesem Grunde entweder nichts mehr davon wissen oder dieses nicht mehr zu identifizieren in der Lage sein.
[Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert; zum letzten Mal von KarlsonvomDach am 27.04.2011 21:35]
27.04.2011 21:32:47 Zum letzten Beitrag
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Toppi

Toppi2
unglaeubig gucken
"ach, legen sie nen teppich drüber, machen wir seit jahren, hab noch nie irgendwo asbest gesehen"
28.04.2011 10:10:20 Zum letzten Beitrag
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KarlsonvomDach

kalle
...
 
Zitat von Toppi

"ach, legen sie nen teppich drüber, machen wir seit jahren, hab noch nie irgendwo asbest gesehen"



Tja, das ist das Problem. Was der Sachverständige sagt, steht im krassen Gegensazt zu dem, was ich bisher im Internet gelesen habe. Ich selbst hab keine Ahnung, was ich glauben soll, schließlich wird im Internet auch viel übertrieben.

Trotzdem stelle ich mir die Frage, was ein Sachverständiger für Motive haben kann. Sicher will er auch weiterhin Aufträge bekommen und hat kein Interesse daran, seinen Auftragsgebern ständig Hiobsbotschaften von teuren Sanierungserfordernissen zu überbringen. Ein Zusammenhang von einer Krebserkranung durch falsche Bewertung des Asbestfaserproblems vor Jahrzehnten wird sich kaum nachweisen lassen und ein Sachverständiger dafür nicht in Haftung genommen werden können. Da ist eine positive Bewertung sicher verlockender.

Aber natürlich haben auch Betriebe, die Asbest entsorgen, wirtschaftliche Interessen und einen Hang zur Dramatisierung des Problems...
28.04.2011 11:14:39 Zum letzten Beitrag
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Toppi

Toppi2
Hast du den Sachverständigen kontaktiert oder lief das zusammen mit der Genossenschaft? Die Frage ist halt, ob er nicht irgendwie Schiss hat, dass er, wenn er quasi ner Genossenschaft die Asbestbeseitigung aufbürdet (und wenns in einer Wohnung gemacht wird, fangen die anderen ja auch an zu meckern), dann irgendwie negative Folgen für sich befürchtet.

Oder er ist zwar Sachverständiger was das Durchdiffundieren oder die Verflüchtigungseffekte angeht, aber nicht, wenn es darum geht gesundheitliche Risiken angemessen zu bewerten.

Prinzipiell würd ich persönlich bei sowas eher Vorsicht walten lassen, weil du, wie du schon geschrieben hast, die Spätfolgen erst irgendwann deutlich später abbekommst und das ganze dann auch haftungsrechtlich kaum mehr greifbar sein wird (sollte es das jemals überhaupt sein).
28.04.2011 11:20:17 Zum letzten Beitrag
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KarlsonvomDach

kalle
...
.
[Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert; zum letzten Mal von KarlsonvomDach am 04.05.2011 12:15]
28.04.2011 11:54:41 Zum letzten Beitrag
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KarlsonvomDach

kalle
...
Ein zweiter Sachverständiger hat so ziemlich genau das Gleiche gesagt wie der erste. Es sei im Grunde nichts zu befürchten, solange der Boden nicht beschädigt wird und der asbesthaltige Bodenbelag entsprechend abgedeckt ist.

Aber wie will man das sicherstellen? Das unwohle Gefühl würde bleiben.
28.04.2011 16:28:32 Zum letzten Beitrag
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KarlsonvomDach

kalle
...
Ein Sachverständiger hat heute Proben genommen. Bei den Platten vermutet er keinen Asbest, weil sie zu neu aussehen, allerdings hat er darunter Original-Kleber entdeckt, bei dem er sich ziemlich sicher ist, dass darin Asbest enthalten ist. Genaueres wird sich aber erst nach der Laboruntersuchug zeigen.

Tolle Wurst...
02.05.2011 13:31:49 Zum letzten Beitrag
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KarlsonvomDach

kalle
...
So, es war Asbest, es besteht allerdings keine Sanierungspflicht, weil festgebunden. Ich habe mich mit dem Vermieter trotzdem gütlich geeinigt: Kriege für den Monat die Miete wieder und kann direkt wieder raus.


Meine Suche geht also weiter...
12.05.2011 10:20:05 Zum letzten Beitrag
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 Thema: Suche Wohnung in Hamburg ( Irgendwelche Tipps? )
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