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 Moderiert von: Atomsk, Maestro, statixx, Teh Wizard of Aiz


 Thema: Der allgemeine Bücherthread, Band XII ( "You wanna eat my soul, or some such shit?" )
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Wraith of Seth

wraith_of_seth
Wenn man die Werbung und die Cover aufmotzt, könnte das durchaus einfach als reguläre Fantasy durchgehen...peinlich/erstaunt

Freedom is just another word for nothing left to lose.
12.07.2020 10:39:50 Zum letzten Beitrag
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EL ZORRO

AUP EL ZORRO 03.03.2016
 
Zitat von Thermi Kalli

Wad macht man eigentlich wenn man bald mit discworld durch ist und eigentlich auch schon alles von Gaiman gelesen hat? Einfach von vorne anfangen? traurig


Wenn Du auf britischen Humor stehst: Douglas Adams lesen. Per Anhalter durch die Galaxis und "Die letzten ihrer Art" haben mich nachhaltig beeindruckt.
12.07.2020 11:02:50 Zum letzten Beitrag
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Nighty

AUP Nighty 11.04.2020
Habe jetzt endlich mal Michail Bulgakows "Die weiße Garde" gelesen. Stand schon ein paar Jahre im Regal. Ein kurzes Vergnügen, recht spannend. Wie gewohnt auf Grund der russischen Spitznamen manchmal verwirrend und viele Zeitsprünge.

Nur einige historischen Bezüge fehlten mir da echt, muss ich mal nachlesen. peinlich/erstaunt
13.07.2020 18:52:38 Zum letzten Beitrag
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[Amateur]Cain

Amateur Cain


 
Reading Station, London ca. 1890

14.07.2020 12:49:02 Zum letzten Beitrag
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Tiger2022

tiger2022
 
Zitat von [Amateur]Cain

https://scontent-frt3-1.xx.fbcdn.net/v/t1.0-9/109511296_10158597902227220_3388343468083197813_n.jpg?_nc_cat=106&_nc_sid=110474&_nc_ohc=g3FrwcKrEnwAX-mwWWp&_nc_ht=scontent-frt3-1.xx&oh=20196586d4dd21b66525bf7 c7b0c880b&oe=5F32FA01

 
Reading Station, London ca. 1890





Wurde das Objekt schon bei euch musealisiert? peinlich/erstaunt

¤: Breites Grinsen
[Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert; zum letzten Mal von Tiger2022 am 14.07.2020 15:05]
14.07.2020 13:13:35 Zum letzten Beitrag
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[Amateur]Cain

Amateur Cain
Als
 
MG-Stellung, Berlin 1945

14.07.2020 13:23:49 Zum letzten Beitrag
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Dr.Hamster

Leet
Ich kann die feine Mischung aus kaltem Rauch und Holz richtig riechen!
14.07.2020 13:34:44 Zum letzten Beitrag
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Bombur

AUP Bombur 24.06.2010
 
Zitat von [Amateur]Cain

https://scontent-frt3-1.xx.fbcdn.net/v/t1.0-9/109511296_10158597902227220_3388343468083197813_n.jpg?_nc_cat=106&_nc_sid=110474&_nc_ohc=g3FrwcKrEnwAX-mwWWp&_nc_ht=scontent-frt3-1.xx&oh=20196586d4dd21b66525bf7 c7b0c880b&oe=5F32FA01

 
Reading Station, London ca. 1890




Bus Station, Train Station, Reading Station. Where the reading stops.
14.07.2020 16:22:22 Zum letzten Beitrag
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[Amateur]Cain

Amateur Cain


Ooookay, ich bin jetzt mit Band 1 durch und dankbar, dass es in sich abgeschlossen ist.

Robin Hobb kann mit Worten, keine Frage. Die Frau ist stilistisch nicht schlecht; das ist wirklich ein anderes Kaliber als viele andere Werke aus dem Bereich Fantasy. Zugestanden.

Aber oh boy, sind Welt und Charaktere drööööööge. Ich kam mir die ganze Zeit vor wie in einem Piratenfilm oder Ritterfilm aus den 1950ern - alles schön sauber und wohlgeordnet und bunt; die Welt ist wirklich bezaubernd. Brrr. Und die ganzen Akteure - darauf hatte ich ja meine Hoffnung gesetzt, aber nein - auch alles eindimensionale, vorrausberechnebare Klischees und Simpel. Herrje. (Dass die Mitglieder der Königsfamilie heißen wie My Little Pony Charaktere, hilft da auch nicht.) Der Plot ist dem angepasst und träge, linear und unoriginell.

Dass mal einer oder sogar zwei Faktoren aus dem magischen Dreieck Plot/Charaktere/Welt dünn sind, lässt man sich ja gefallen, wenn es durch eine andere Stärke ausgeglichen wird. Aber bei Hobb nimmt mich wirklich NIX mit; ich hab nur einmal mitgefiebert, so 2,3 Seiten lang - darauf musste ich aber 400 Seiten warten und dann wars auch gleich wieder vorbei und Happy Endings all around. Lancelot und der Rote Korsar winken, Abspann.

Brrrr.
[Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert; zum letzten Mal von [Amateur]Cain am 14.07.2020 23:01]
14.07.2020 23:00:07 Zum letzten Beitrag
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Armag3ddon

AUP Armag3ddon 26.05.2016
Aber George R.R. Martin hat gesagt, dass das Diamanten sind!!!
15.07.2020 8:48:35 Zum letzten Beitrag
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[Amateur]Cain

Amateur Cain
Sagt der Mabuzzer auch! Wo sind deine Götter jetzt?

____________


Next stop:



Grade in einer Facebookgruppe drauf aufmerksam gemacht worden, klingt extrem witzig.

Für Buchgruppen/besprechungen etc. ist FB wirklich noch gut.
15.07.2020 8:53:10 Zum letzten Beitrag
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loliger_rofler

AUP loliger_rofler 08.03.2009
 
Zitat von [Amateur]Cain

Sagt der Mabuzzer auch! Wo sind deine Götter jetzt?

____________


Next stop:

https://i.gr-assets.com/images/S/compressed.photo.goodreads.com/books/1553885082l/37946419._SY475_.jpg

Grade in einer Facebookgruppe drauf aufmerksam gemacht worden, klingt extrem witzig.

Für Buchgruppen/besprechungen etc. ist FB wirklich noch gut.




Gib mal Feedback. Das liegt seit Monaten auf dem Tolino. Wurschtle mich gerade durch die Hexenbücher von Partchett (früher nie gelesen). Danach klingt der Klappentext ja ganz witzig.
15.07.2020 9:12:33 Zum letzten Beitrag
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M@buse

AUP M@buse 22.12.2015
böse gucken
Ich mach dich fertig alter Mann!
Ich kann verstehen, dass das nach dem ersten Band noch etwas langweilig ist. Die Story baut sich erst langsam auf. Viel Spaß mit James Islington Breites Grinsen

Das andere Buch da hab ich auch schon länger auf meiner Liste. Das war ja standalone oder? In welchen FB Gruppen treibst du dich Rum?
15.07.2020 10:10:43 Zum letzten Beitrag
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[Amateur]Cain

Amateur Cain
 
Zitat von M@buse
Viel Spaß mit James Islington Breites Grinsen



Ist das Ironie oder ernst? Ich kann das grad nicht rauslesen. Breites Grinsen


Bei Facebook sind es

Grimdark Writers & Readers: https://www.facebook.com/groups/grimdarkfiction/

Fantasy Book Club:
https://www.facebook.com/groups/952373108172759/

Science Fiction Book Club:
https://www.facebook.com/groups/sciencefictionbookclub/
15.07.2020 13:06:16 Zum letzten Beitrag
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[Amateur]Cain

Amateur Cain
...
15.07.2020 13:10:53 Zum letzten Beitrag
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loliger_rofler

AUP loliger_rofler 08.03.2009
 
Zitat von [Amateur]Cain

https://scontent-dus1-1.xx.fbcdn.net/v/t1.0-9/109113790_3386828691351489_1188573603877912881_o.jpg?_nc_cat=100&_nc_sid=ca434c&_nc_ohc=sm4UqiF5cvMAX-0zToH&_nc_ht=scontent-dus1-1.xx&oh=bb810fa6d1939a7287c8bb5b c42a8d94&oe=5F354E3B



https://en.wikipedia.org/wiki/Footfall

Das Cover ist so geil, dass ich googeln musste:

 
Footfall is a 1985 science fiction novel by American writers Larry Niven and Jerry Pournelle. The book depicts the arrival of members of an alien species called the Fithp that have traveled to the solar system from Alpha Centauri in a large spacecraft driven by a Bussard ramjet. Their intent is conquest of the planet Earth.

[...]

The alien Fithp resemble baby elephants with multiple prehensile trunks. They possess more advanced technology than humans but have developed none of it on their own.



Ich investiere!
15.07.2020 13:16:25 Zum letzten Beitrag
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Dr.Hamster

Leet
Fuck ich glaub das hab ich als Kind/Jugendlicher sogar gelesen. Der Plott kommt mir sehr bekannt vor.
15.07.2020 14:26:29 Zum letzten Beitrag
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Wraith of Seth

wraith_of_seth
...
Toni Morrison - The Bluest Eye

Ja. Uff. Emotional gibt es an diesem Buch genau nichts, was einen aufbaut. Es macht wütend, es frustriert, es schneidet einem die Eingeweide auf; ist dabei aber auch so irre gut geschrieben, dass man es trotzdem zu Ende liest. Obwohl schon nach den ersten paar Seiten der Handlungs"höhepunkt" (Tiefpunkt?) gelüftet wurde, obwohl das Vorwort klar sagt, was des Romans Anliegen ist. Der Buchrücken verspricht lyrische Sprache - und ja, das habe ich so bisher nur bei Hesse erlebt.* Da ist nichts gekünstelt, da ist nichts übertrieben, wenn die Sprache lyrisch wird, es passt einfach wie die Faust aufs Auge.

Das Setting ist Ohio in den 30ern unter armen Schwarzen, aus der Sicht der Kinder, die dort aufwachsen. Trotz massiver technologischer Fortschritte und auch vieler (einiger?) sozialer Fortschritte ist das Buch immer noch - gerade für die USA, aber auch anderswo - hochaktuell, da eines der Hauptthemen weiße Schönheitsideale in einer multiethnischen Gesellschaft sind. Neben allen nur erdenklichen anderen sozialen Problemen, denen Kinder ausgesetzt sind. Persönlich fand ich da vor allem die andere Kindererziehung krass, wie natürlich Schläge mit allen nur erdenklichen Werkzeugen dort sind. (Da hat sich tatsächlich einiges getan, wenn man das mit "Americanah" vergleicht, wo sich einige Nigerianer im Laufe der Dialoge über die "lasche" Kindererziehung in den USA ohne ausreichend Schläge kopfschüttelnd auslassen.) ...was (wiederum) für mich als sehr behütet aufgewachsenen Deutschen schon seltsam anmutete, da ich das, was in den Staaten alleine noch alles erlaubt ist, schon als absolut mittelalterlich empfinde... Der Alltag insgesamt ist sehr lebendig beschrieben, was für mich oft den Eindruck erweckte, dass ich eher mit den literarischen Alltagsbeschreibungen vor dem 19. Jahrhundert klarkomme als mit denen aus dem frühen 20., weil da oft konkrete Produkte involviert sind, die "modern" sind, aber mittlerweile völlig vergessen sind. Morrison ist auch enorm gut darin, Dialoge verschiedener Personen und Abstraktionsebenen der Erzählerin klar voneinander zu trennen, und alleine durch den Stilwechsel eine Menge Glaubhaftigkeit zu transportieren.

Obwohl das Buch jetzt immer wieder im Kontext der aktuellen BLM-Demonstrationen hochkommt, als Beispiel wo man sich einen Eindruck schwarzer Lebensrealität holen kann, ohne dabei dumm und faul PoC ständig anzuhauen, habe ich es tatsächlich schon vorher im Regal gehabt. Das war jetzt nur der finale Anstoß, es auch endlich zu lesen. Der Anlass, es zu holen, war bei mir viel mehr die erste Staffel von Chilling Adventures of Sabrina, wo es prominent erwähnt wird. Sehr zu meiner Freude habe ich sogar die gleiche Fassung wie die, die in der Serie Screentime bekommt...peinlich/erstaunt

Das Lesen war allerdings wirklich nicht einfach, weil ich gerade wirklich nicht in einem sonderlich ausgeglichenen Gemütszustand unterwegs bin... Daher auch wieder die lange Lesezeit von fast zwei Wochen für gerade mal 200 Seiten. Obwohl es süffig ist. Also wirklich. Sehr. Aber da wollte ich nicht einmal groß was anderes zwischen Lesen zum Runterkommen, weil die Leseerfahrung irgendwie so roh ist, dass ich das nicht verwässern wollte, meinem Unwohlsein zum Trotz. Ich glaube, ich hatte noch keine emotional so unbefriedigende und aufreibende Lektüre, die ich rein vom Leseerlebnis derart genoss. Nicht, dass es mich zu Tränen rührte. Morrison schreibt im Vorwort, dass sie übermäßige Sentimentalität vermeiden wollte, damit man sich mit dem Buch auseinandersetzt statt nur Emotionsstimulus zu erleben. Für mich hat sie das voll und ganz geschafft. Die Emotionen, die sie in mir wach rief, waren welche, die zum Denken anregen, statt zum sich darin Suhlen. Und obwohl die Handlung und damit einhergehende, zeitgenössische Ausgestaltung der Themen der Handlung ein wenig aus unserer unmittelbaren Lebenswelt entrückt sind, sind die Themen genauso heute zu finden. Die Inhaltsangaben der anderen Bücher von Morrison in der Buchrückeninnenseite klangen alle so, als wären die mitunter sogar noch "unangenehmer". Ich weiß nicht, ob ich mich da je zu aufraffen kann, auch wenn ich ihre Schreibkunst jetzt hoch schätze.

...

Aber jetzt schnappe ich mir was leichtes, seichtes. Wodehouse klingt nach einem guten Kandidaten dafür...

*) Diese Aussage könnte Relativierung finden, wenn ich durch meine Leseliste gehe, aber da bin ich gerade zu faul für. Hesse ist toll. Morrison ist toll. In ähnlicher, stilistischer Weise.

Genius is one percent inspiration, ninety-nine percent perspiration.
16.07.2020 5:17:27 Zum letzten Beitrag
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[Amateur]Cain

Amateur Cain
 
Zitat von [Amateur]Cain



Das Buchg kann ich nach 60 Seiten bereits vollstens empfehlen. Sehr witzig und clever geschrieben und für Laien wie mich viel zu lernen.




Urteil bleibt auch nach 230 Seiten bestehen. Tolles Buch, sehr interessant und vor allen wirklich unterhaltsam geschrieben. Ich habe manches mal laut gelacht, was man nun bei so einem Titel vielleicht nicht wirklich erwarten würde.
16.07.2020 13:08:38 Zum letzten Beitrag
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solaaaaaaaaar

solaaaaaaar
...
Spotify hat auch die passende Playlist dazu.
16.07.2020 13:17:56 Zum letzten Beitrag
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[Amateur]Cain

Amateur Cain
...
https://www.youtube.com/playlist?list=PLvV-pSYbcNEmTaihsLSLT2jVpryepWWYi
16.07.2020 13:29:44 Zum letzten Beitrag
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solaaaaaaaaar

solaaaaaaar
...
Ich hätte das total gerne als Hörbuch mit den Songs direkt eingefügt.
16.07.2020 13:32:39 Zum letzten Beitrag
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Spriggan

AUP Spriggan 08.09.2015
 
Zitat von [Amateur]Cain

https://www.youtube.com/playlist?list=PLvV-pSYbcNEmTaihsLSLT2jVpryepWWYi



Danke. Auf der Spotify Playlist kann man in DE nicht alle Songs anhören Pillepalle
16.07.2020 14:45:55 Zum letzten Beitrag
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Kanonfutter

AUP Kanonfutter 28.03.2016
 
Zitat von Wraith of Seth

Toni Morrison - The Bluest Eye
...



Dann muss ich der Frau wohl doch noch eine Chance geben. Ich habe bisher nur "Mouth Full of Blood: Essays, Speeches, Meditations" angelesen und wurde erschlagen von einer intellektuellen Sprachwut die mich als unschuldigen Leser völlig überfordert hat da zudem die damit behandelten Themen so speziell sind dass sie ein Vorwissen vorraussetzen das ich einfach nicht in dem Maße habe. Vielleicht habe ich auch einfach nur den falschen Teil des Buchs bisher gelesen, ich gebe den anderen Artikeln sicher (irgendwannmit den Augen rollend) nochmal eine Chance. Aber was die Frau 1990(oder so) bei Eröffnung einer lokalen Kunstausstellung über Künstler zu sagen hatte von denen ich noch nie gehört habe ... nicht mein Ding.

Jetzt lese ich gerade Joan Didion - White Album. Das ist zeitlich noch weiter weg von meiner Wirklichkeit, behandelt auch Themen in den USA aber ICH VERSTEHE WOVON SIE SPRICHT. Gut, den Namen Charles Manson hat man auch schonmal gehört vorher.
[Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert; zum letzten Mal von Kanonfutter am 16.07.2020 19:59]
16.07.2020 19:57:00 Zum letzten Beitrag
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Delta

AUP Delta 06.10.2019


Vom Massensturm zur Stoßtrupptaktik (von irgendsoeinem Ralf irgendwas)

Ich war ja zugegebenermaßen etwas unsicher, als Nicht-Fachmann ein Fachbuch zu kaufen kann natürlich auch gerne mal dröge oder unverständlich enden. Um einen Teil des Fazits vorweg zu nehmen: Hier definitiv nicht der Fall.

Das Thema ist natürlich recht spezifisch und man sollte schon zumindest ein "Laienverständnis" für die militärische Situation im Vorfeld des 1. Weltkriegs mitbringen, aber durch die nach meinen Maßstäben absolut verständliche Sprache und der klaren Struktur (die auch in der Einführung schon gut dargelegt wird) fällt es nicht schwer, sich hier zurecht zu finden, durch die fortlaufende geschichtliche Entwicklung gibt es sogar so etwas wie einen "dramaturgischen" Faden, der Angesichts dessen da man natürlich schon weiß worin die besprochenen Entwicklungen eins münden schon etwas Tragisches hat.

Wie im Untertitel ersichtlich liegt der Fokus einzig und allein auf der militärischen Publizistik und Dienstvorschriften, aber gerade diesen "rein theoretischen" Ausblick auf das Thema den man normalerweise natürlich gar nicht kennt fand ich sehr aufschlussreich und interessant, der völlig offen ausgetragene Konflikt verschiedener Offiziere über richtungsweisende taktische Entscheidungen über Briefe und Artikel war für mich völlig fremd. Als Otto-Normal-Interessierter weiß man ja über Thematik wirklich nicht viel mehr als den in der Einführung erwähnten Mythos über die völlige Überraschung, mit der alle Entscheidungsträger von der Realität des Krieges getroffen worden wären.

Man sollte fairerweise dazu sagen dass durch die strikte chronologische Struktur des Buches es teilweise natürlich für manche Leser etwas sehr repetitiv werden kann, andererseits kommt dadurch eben gerade die Entwicklung des Diskurs im Laufe der Jahre (oder in manchen Bereichen eben gerade der Mangel daran) zum Vorschein, und gerade in späteren Jahren wirkt dadurch, dass die verschiedenen Waffengattungen immer getrennt voneinander Jahr zu Jahr betrachtet wird, der Teils abstrus anmutende Unterschied auf. Wenn wohl scheinbar in der gleichen Ausgabe einer entsprechenden Publikation Offiziere der Artillerie durchaus trefflich die Auswirkungen moderner Geschütze auf die Kriegführung der kommenden Jahre diskutieren, während manche Kavalleristen die absolute Unverzichtbarkeit der bedingungslos offensiven Schlachtenreiterei anmahnen, will man eigentlich gerne Angesichts der völligen Realitätsverweigerung eigentlich lachen wenn man den vorläufigen "Endpunkt" der Diskussion nicht bereits kennen würde. Noch dazu teilt die klare chronologische, jahresweise Gliederung das Buch in gut verdaubare Abschnitte auf.

Das kann natürlich ein rein persönlicher Eindruck sein, aber wenn am Ende jedes "Jahreskapitels" auf die "Weiteren Aspekte" eingegangen wird und fortwährend die fast völlige Vernachlässigung des Automobils als potentielle Verstärkung gerade als Waffenplattform festgestellt wird, klingt jedes Mal ein "Och, immer noch keine Panzer traurig " mit durch Breites Grinsen

Im Fazit kann ich das Buch jedem empfehlen, der ein echtes Interesse am betreffenden Gebiet hab, ich habe für mich persönlich tatsächlich eine Menge Neues mitgenommen und es definitiv nicht bereut, auch wenn es ursprünglich eher mal ein "Gelegenheitskauf" war und halb zum Spaß angeschafft wurde.
16.07.2020 20:57:58 Zum letzten Beitrag
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[Amateur]Cain

Amateur Cain


Und das mein ich ganz ernst. <3
[Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert; zum letzten Mal von [Amateur]Cain am 16.07.2020 21:07]
16.07.2020 21:07:21 Zum letzten Beitrag
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Hostage

Leet Female II
Ah, 16 ways walled city hatte ich auch schon Mal in der hand. Hmm. Evtl nach expanse 6, oder 7? Grad vergessen wo ich bin.
16.07.2020 21:18:02 Zum letzten Beitrag
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Fragment

AUP Fragment 02.02.2014
...
Habe noch die Vintageausgabe aus der PDF-Manufaktur von 2004.
16.07.2020 21:19:49 Zum letzten Beitrag
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otomowaits

Arctic
Nach Jahren des mitlesens darf ich mich hier erstmal für viele tolle Empfehlungen bedanken und zweitens zum richtigen Zeitpunkt einsteigen:

KJ Parker sollte hier auf fruchtbarsten Boden treffen. Jedes Buch ist voller Realpolitick vom feinsten. 16 Ways to defend a walled city ist sein neuestes, sicherlich auch ein sehr guter Start, ich würde trotzdem empfehlen mit Savages zu beginnen. Die Reihenfolge ist natürlich von Nostalgie überschattet weil es auch mein erstes war. Grandios ist ebenfalls
The folding knife
über den Aufstieg eines Stadtstaatherrschers, der in einer Tour relativ unabsichtlich die wirtschaftlich besten Entscheidungen trifft.

Ich fand von ihm wirklich fast jedes Buch wirklich wirklich gut, auch mit sehr feinem Humor. Sehr schön ist auch die Kurzgeschichte The devil you know, über einen Deal zwischen dem angesehnsten Philosophen seiner Zeit und einem Mitglied des mittleren Managements der Hölle...

In der onlinefassung der einzig lesbaren österreichischen Tageszeitung wird übrigens in unregelmäßgien Abständen eine Rundschau zur Fantasy & Science Fiction-Titeln gepostet, da habe ich auch einige Perlen entdeckt:
https://www.derstandard.at/wissenschaft/wissensblogs/science-fiction
16.07.2020 22:37:05 Zum letzten Beitrag
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Delta

AUP Delta 06.10.2019
 
Zitat von [Amateur]Cain

Und das mein ich ganz ernst. <3



Gern geschehen Breites Grinsen Ich kann mir auch vorstellen dass jemand anders das bald wieder zur Seite gelegt hätten aber ich fand es wirklich ganz ehrlich ebenso informativ wie unterhaltsam und bin auch versucht gerade über die Sturmtruppen mehr nachzulesen weil das in der "normalhistorischen" Betrachtung wenn sie überhaupt auf solche taktischen Feinheiten eingeht mehr oder minder als "Ja da hatten die Deutschen am Ende des Krieges noch eine Idee aber das war eh zu spät" abgehandelt wird.

Welches der Bücher aus denen du zitierst würdest du da denn als "Folgelektüre" empfehlen, hatte das "Stormtroop Tactics" im Auge?
16.07.2020 22:37:09 Zum letzten Beitrag
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 Thema: Der allgemeine Bücherthread, Band XII ( "You wanna eat my soul, or some such shit?" )
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