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 Moderiert von: Atomsk, Maestro, statixx, Teh Wizard of Aiz


 Thema: Psychische Störungen ( "Alle meine Leute haben einen an der Klatsche" )
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Poliadversum

AUP Poliadversum 30.08.2012
 
Zitat von Feuerlöscher

Hey Leute,

ich weiß nicht, ob das noch hier hingehört, aber ich habe ja hier wegen der Freundin mal berichtet.

Sie wurde aus der Klinik wie angekündigt vorzeitig entlassen.
Da sie wirklich keine Bleibe hatte, hab ich sie zu mir geholt.

Hab jetzt den langen Text hier gelöscht traurig

Kurzform ist: Es lief ganz gut hier die erste Zeit. Bisschen was erledigt für sie. Spazieren gegangen, gekocht etc. Sie hat die Wohnung mit in Schuss gehalten.
Dann fing sie an sich Alkohol zu besorgen, nachdem ich mal ein bisschen mit ihr getrunken hatte (mein Fehler, zu ihrem Geburtstag) und so nahm das alles seinen Lauf. Sie "flüchtete" hier zu ihrem Ex, mit dem sie noch gut in Kontakt steht.
Mit ihm bin ich jetzt in Kontakt und es sieht so aus als hätte sie mir nicht wirklich alles erzählt und das ganze läuft auf Borderline / manische Depressionen hinaus traurig
Wegrennen will ich aber weiterhin nicht ich bin ihr gerne bereit zu helfen weil ich sie echt gerne hab, gerade wenn sie nicht in so einer Phase ist. Naja vielleicht bin ich zu naiv.


Klingt sicher hart aber ganz ehrlich, gerade bei Borderline würde ich dazu raten sich da nicht unnötig zu involvieren. Das echt n hartes Pflaster für beteiligte.
28.04.2021 9:24:27  Zum letzten Beitrag
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Feuerlöscher

Leet
Ich weiß, ich hab sie wohl in einer guten Phase kennen gelernt und habe das nicht so gemerkt. War halt mal depressiv gelaunt und so
28.04.2021 10:10:07  Zum letzten Beitrag
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Peridan

AUP Peridan 01.02.2008
 
Zitat von Feuerlöscher

Ich weiß, ich hab sie wohl in einer guten Phase kennen gelernt und habe das nicht so gemerkt. War halt mal depressiv gelaunt und so



Wie hoch ist die Gefahr, dass du dich selbst in die Scheiße reitest, weil du emotional zu viel investierst?
28.04.2021 15:37:08  Zum letzten Beitrag
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Feuerlöscher

Leet
Ehrlich gesagt weiß ich es nicht. Mit dem Wissen Jetzt ist es aber viel einfacher zu verstehen und Abstand zu nehmen.
Denke schon dass ich das könnte und ihr Unterstützung bieten kann.
Ich kenne sie jetzt zu lange bzw intensiv um sie zu ignorieren traurig
28.04.2021 16:28:51  Zum letzten Beitrag
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Lord Nighthawk

Deutscher BF
Naja, Border"lein" ist ja nun auch eher ne "Modediagnose" seit den 2010ern die nichts anderes als eine selektive Kollektion "bekannter" psychischer Erkrankungen als Sammelbegriff umfasst.

Ich bin selbst auch damals als Borderline diagnostiziert worden (mit den Subtypen Soziophobie, Hypochonder und anderes Gedöns), wenn auch zum damaligen Zeitpunkt gering bis maximal mittel ausgeprägt.

Ich lebe mit dem Zeug in meiner eigenen Familie mit 2 Kids und ja, besonders als das noch alles frisch war war es für alle hart (eventuell hab ich deshalb bis heute noch....Annäherungsdifferenzen mit meiner Frau) aber letztendlich braucht der Borderliner genau die Art von sicherem Umgebungsgefüge zum besseren Heilen welches er mit seiner Art zu Reagieren eher kaputtzumachen neigt - auch wenn es nur unbewußt und unter Garantie nicht gewollt ist.

Was mir grad nicht so zusagt ist das die Borderliner hier wie ne emotionale Abrissbirne dargestellt werden, die haben in den meisten Fällen genausowenig Schuld wie andere psychisch Erkrankte, arbeiten im Normalfall genauso daran zu lernen mit ihrem Zustand umzugehen und sollten nicht als "sicherheitshalber wegwerfen" deklariert werden. Es erfordert halt ne andere Art von Herangehensweise.
28.04.2021 16:58:28  Zum letzten Beitrag
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Smoking44*

smoking44
Kommt ja immer auf die Person an. Menschen können sich in völlig unterschiedlichen Phasen befinden, was ihr Krankheitsbild angeht.

Und ich weiß nicht, emotionale Abrissbirne empfand ich beim Lesen irgendwie als ziemlich treffend. Breites Grinsen No offense.
28.04.2021 17:05:28  Zum letzten Beitrag
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FuSL

AUP FuSL 06.06.2009
Heute morgen schon versucht einen Text dazu zu schreiben, Browser mehrmals dabei verendet… hier also nochmal die zusammengeführten Bruchstücke:

----

Das ist… schwierig.

Ich habe da zumindest ein bisschen "alle Seiten" mal mitbekommen ('n paar Jahre in Beziehung mit Person mit Borderline; Leute versucht bei Borderlinetherapiesuche zu unterstützen; Psychotherapeutenerfahrungsberichte aus nächster Nähe mit Therapie / Umgang mit Borderline-Patienten) – alles nicht so einfach.

Für die Betroffenen ist es "prinzipbedingt" (durch Borderline eben) schon sehr schwer, sich auf Therapien einzulassen, geschweige denn erstmal einen guten Therapieplatz (am besten an 'ner spezialisierten Einrichtung – rar und lange Wartezeiten) zu finden – und die Therapie dann nicht gleich wieder abzubrechen. Auf Therapeutenseite ist obendrein dann oft (ich will damit nicht krass verallgemeinern, also eher "relativ häufig") auch der Wille, Borderline-Patienten überhaupt aufzunehmen, nicht da; ist halt schwierig, Patienten-Compliance meist nicht gut usw.

Gleichzeitig scheint das Muster "Freunde/Bekannte/Partner 'einzuspannen'" und als schlechten Therapieersatz / Verantwortliche zu benutzen oft zu sehen (ganz bestimmt nicht böswillig) – das aber ist für beide Seiten quasi immer schlecht.

Worauf ich damit hinauswill: Was man häufig hört (Borderline? Lieber schnell wegrennen! und Variationen des Themas) ist zwar vielleicht irgendwie nachvollziehbar, gleichzeitig ist's natürlich ziemlich doof für die Betroffenen – besser wird's so bestimmt nicht.

Daran angelehnt wäre das für mich so eine Situation, in der ich versuchen würde, ganz, ganz feste Regeln für mich und die andere Person aufzustellen: Helfen und unterstützen ja, aber nicht als Auffangbehälter für jeden Scheiß und auch nicht für guilt-trip-Variationen-von-"wenn-du-mich-wegschickst-dann-tu-ich-mir-was-an o.ä." oder vergleichbare emotionalen "Erpressungsversuche" – sondern ganz klar für sich selbst und die andere Person festlegen, was geht und was nicht.

Beispielsweise: Unterstützung bei Therapiesuche, irgendwohin fahren dahingehend oder sowas; generell so das "Hilfe zur Selbsthilfe": Super.
Geld leihen? Bei sich wohnen lassen, "nur ein paar Tage"? Quasi-Therapeutenrolle-einnehmen und/oder sich darauf einlassen, als Emotions-Faktor eingespannt zu werden bis hin zu "wenn du nicht x oder wenn du y dann tu ich mir was an" o.ä.? Nopenopenopenopenope.

---

 
Zitat von Lord Nighthawk

Naja, Border"lein" ist ja nun auch eher ne "Modediagnose" seit den 2010ern die nichts anderes als eine selektive Kollektion "bekannter" psychischer Erkrankungen als Sammelbegriff umfasst.



Ich würde mal vorsichtig sagen: njaeeeehernein.

Sowohl diagnostisch als auch therapeutisch scheint da nicht immer alles rund zu laufen, so auch mein Eindruck – ein bisschen auch weniger spezifisch; eher generell bei Persönlichkeitsstörungen eine besonders schwierige Sache.
Und gut vorstellbar auch, dass gerade Borderline besonders schwierig zu diagnostizieren und insbesondere auch abzugrenzen ist – und dementsprechend tatsächlich auch viele "einfach mal so abstempeln als"-Diagnosen bei rumkommen.
Gleichzeitig zumindest nach meinem Kenntnisstand dazu durchaus eine (wenn korrekt) "richtige" Diagnose, was ja durchaus helfen kann – und selbst wenn's "eigentlich nicht Borderline ist aber genauso aussieht" vermutlich auch nicht unbedingt schlecht, in die Richtung zu behandeln.

…doof aber natürlich, wenn's "einfach nur so" als Label angewendet wurde sowie natürlich mit obigem Text im Kopf: wenn es dann im Gegenteil besonders schwierig macht, damit Hilfe zu finden, weil von allen Seiten eben (teils vielleicht berechtigte) Vorurteile herrschen.

Ganz sicher nicht schön – für alle Beteiligten, denn mal ganz platt: Worst case ist nun mal, dass Borderline-Betroffene dann eben nicht nur sich, sondern ihr Umfeld / ihre vertrauten Personen mit "kaputtmachen". Nicht böswillig / absichtlich, aber das kann nunmal verdammt schwierig, zermürbend und kaputtmachend sein (eine Beziehung z.B.), insbesondere eben auch, wenn statt ernstgemeinter Therapieversuche die vertraute Person dann eben für alles ein- und geradestehen muss.

(klar: das kann auch bei vielen anderen psychischen Problemen so sein – das wiederum ist dann eher individuell bedingt; will eine Person wirklich Hilfe bzw. auch selbst(!) daran mitarbeiten? – denn wenn nicht, dann kann man davon ausgehen, dass das insb. auch in Beziehungen irgendwann unschön wird. Und zumindest der Part ist (vermutlich) bei Borderline dann besonders schwierig, denn meines Wissens ist hier zusätzlich zu den Schwierigkeiten der Therapiefindung eben die "Compliance" seitens Betroffener oft, nun, nicht sehr gut)
28.04.2021 17:22:48  Zum letzten Beitrag
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Atomkrieg

Arctic
das ist meiner Meinung nach sehr gut zusammengefaßt so. Ob gewollt oder nicht, das Umfeld hat ggf. hart zu leiden.
28.04.2021 18:04:01  Zum letzten Beitrag
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Feuerlöscher

Leet
Danke.
Also ich bin am Handy deswegen eher kurz

Ich bin keiner der wegrennt, nur weil der Exfreund mir sagt, dass sie das haben könnte. Ich habe zwar auch Muster erkannt (z. B. Dissoziation, sie war manchmal wie weggetreten). Sie war aber nie aggressiv oder hat was verlangt oder mich irgendwie erpresst. Sie zieht sich eher zurück und will von mir nichts mehr hören. Ich solle mir eine andere suchen usw. Am nächsten Tag sagt sie wie sehr sie mich lieb hat.
Ich werde ihr auf jeden Fall zur Seite stehen wenn sie das zulassen möchte. Ich bin kein Experte aber stelle mir vor, dass es ihr hilft wenn sie da jemanden hat, der zu ihr hält.
28.04.2021 18:05:34  Zum letzten Beitrag
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FuSL

AUP FuSL 06.06.2009
Hauptsache, du achtest dabei auf dich.

Mal ganz platt ausgedrückt: Wenn es so käme, dass du dadurch irgendwann am Boden wärest… wäre ihr noch immer nicht geholfen, dabei dann aber bei dir auch alles doof – also keinem geholfen sondern im Gegenteil mehr im Argen.
Wenn du darauf schaust, dass bei dir alles irgendwie im Rahmen bleibt (und es dir "weiter gut [damit] geht"), ist die Chance, dass es irgendwann irgendwie hilft größer – auch wenn das vielleicht "kurzfristig" auch mal zu "Verschlechterungen" / Geschrei / whatever (siehe "ich-hasse-dich-verlass-mich-nicht"-Schwankungen und Derivate) auf der anderen Seite führen kann; längerfristig aber besser so.

[ganz, ganz viel Ich-hab-eigentlich-keine-Ahnung-von-Psychologie in den Sätzen – also bitte mit Vorsicht genießen! :)]
[Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert; zum letzten Mal von FuSL am 28.04.2021 18:15]
28.04.2021 18:15:35  Zum letzten Beitrag
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Slutti

AUP Slutti 08.05.2015
Bester Kumpel hat sich eine Frau mit Borderline Persönlichkeitsstörung angelacht. Habt ihr da gute Literatur zu?
Das wird wohl als Freund.. intensiv.


Ach hier gehts gerade genau darum.
[Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert; zum letzten Mal von Slutti am 15.05.2021 17:52]
15.05.2021 17:52:14  Zum letzten Beitrag
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_Kiddo_

AUP _Kiddo_ 25.12.2013
Ich hab ne Schwester, ich glaub sie hat Borderline, was tun?
15.05.2021 17:54:27  Zum letzten Beitrag
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BlackBandit

AUP BlackBandit 07.04.2019
Ich würd ja sagen: Renn so schnell du kannst, aber so leicht ist das nicht...

Oder auch: Eigentlich gute Freundin zeigt momentan Charakterzüge, die an Borderline erinnern bzw lassen sich einige vorgefallene Dinge so erklären, wenn man böswilliges Verhalten ausschliesst. Ich hab keine Ahnung was tun und probiere es grade mit Aussitzen, Stur weitermachen und nichts persönlich nehmen /o\ peinlich/erstaunt
15.05.2021 18:19:12  Zum letzten Beitrag
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Wraith of Seth

wraith_of_seth
Da ich gerade wieder für eine Hauruckaktion auf meine Reserven zurück gegriffen habe: Es ist einfach so ein massiver Unterschied sobald das Ritalin wirkt. Plötzlich ist der Kopf ruhig, der Fokus da, und ich bin sogar generell weniger verspannt.

Und dann lande ich ausgerechnet auf einem Job in einem Land, in dem ich keinen Zugriff darauf habe über meine Reserven hinaus.

Wie ich nur hoffe, dass ich nach der Impfung irgendwie in Deutschland oder Österreich die Behandlung über die Grenze hinweg fortsetzen kann.

Nature and Nature’s Laws lay hid in Night: / God said, Let Newton be! and all was Light.
16.05.2021 3:52:02  Zum letzten Beitrag
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FuSL

AUP FuSL 06.06.2009
Weil's mir gerade nebenan eingefallen ist; könnte hier ja durchaus auch von Interesse sein:

https://www.change.org/p/jens-spahn-keine-rasterpsychotherapie?redirect=false
27.05.2021 1:40:50  Zum letzten Beitrag
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